Theater-Company Spettacolo

Theater-Company Spettacolo

 

Die Theater-Company Spettacolo präsentiert zum 2. Mal

William Shakespeares Viel Lärm um nichts

Im Fassraum des Wilhelm-Fabry-Museums

 

Im Februar fand endlich die heiß ersehnte Premiere der zweiten Produktion von Spettacolo

im Fassraum statt. Es folgten zwei weitere Vorstellungen.

Es war ein langer Weg bis dahin, aber er hat sich allemal gelohnt! Seitdem die Truppe regelmäßig im Fassraum proben konnte, machte die Arbeit einen deutlichen Sprung nach vorn – und das Resultat wurde von einem begeisterten Publikum honoriert.

Die Nachfrage anschließend war so groß, dass beschlossen wurde, Mitte März noch einmal „auf die Bühne“ zu gehen, um noch mehr Menschen die Gelegenheit zu geben, das Stück zu sehen – und sich davon überzeugen zu lassen, was Schauspiel begeisterte junge Menschen mit Fantasie, Spielfreude, eisernem Willen und vor allem viel harter Arbeit zu leisten im Stande sind.

Also noch einmal Bühne frei!

für Spettacolo mit

William Shakespeares Viel Lärm um nichts

 im Fassraum des Wilhelm-Fabry-Museums

 

 

Wilhelm-Fabry-Museum, Benrather Str. 32a 13. März 13.30 h (Schulaufführung) ,14. und 15. März 2009, jeweils 19.30 h

Einritt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro

Vorverkauf im Wilhelm-Fabry-Museum (Tel. 5903)

 

Zur Inszenierung:

Dem heutigen Publikum ist die Komödie vermutlich vor allem in der suggestiven Verfilmung von Kenneth Branagh (1993) geläufig. Die Truppe entschied sich für diesen Stoff vor allem, weil er sich mühelos auch heute noch auf Missverständnisse, Konflikte und Emotionen projizieren lässt, wie sie fast jeder kennt. Ziel ist es jedoch, diesen klassischen Stoff nicht einfach auf unsere Situation umzumünzen, sondern ihn in einer „allgemeingültigen“ Inszenierung auf die Bühne zu bringen und damit seine Zeitlosigkeit zu unterstreichen. Dafür wurde der Text speziell neu bearbeitet und eingerichtet. Für das Bühnenbild konnte Regisseurin Barbara Engelmann den Essener Künstler Ricky Knies und durch ihn die TRIMET Aluminium AG als Sponsor gewinnen.

 

Zum Stück:

Viel Lärm um nichts gilt als eine der „leichtfüßigsten“ Komödien des großen Dramatikers – aber es wäre kein Shakespeare, hätte nicht auch dieses Stück eine Bedeutungsschicht, die sehr viel tiefer liegt als es zunächst scheinen mag. Die Handlung spielt in einer höfischen Umgebung in Messina. Die Figuren sind überwiegend junge Leute aus angesehenen Familien, die sich im Großen und Ganzen keine Sorgen um ihre Existenz zu machen brauchen. So sind sie hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt, mit ihren Emotionen und Befindlichkeiten – und die Konflikte, die zwischen ihnen entstehen und die durchaus auch existenzielle Formen annehmen, sind überwiegend hausgemacht – wie der Titel sagt: „Viel Lärm um nichts“….

Voller Lebensfreude kehren der Prinz Pedro von Aragon (Sophie Volk) und seine Begleiter Benedikt (Laura Napp) und Claudio (Jan Widlok) aus einem Kampf zurück und quartieren sich bei Leonato,(Julian Berg) dem Gouverneur von Messina, ein. Zu Don Pedros Gefolge gehört auch sein Halbbruder, der melancholische, verbitterte Don Juan (Christopher Ketzer). Und Graf Claudio entdeckt seine Schwäche für Leonatos jüngere Schwester Hero (Julia Heydkamp).

Auf einem Maskenfest wirbt Don Pedro für Claudio um Hero und gewinnt auch Leonatos Zustimmung für die Verbindung der Beiden. Aber über die Ausgelassenheit des Festes legt sich der Schatten der Intrige. Den ersten Zweifel, Pedro habe Hero für sich selbst geworben, mit dem Don Juan den verliebten Claudio verwirrt, vermag Benedikt noch durch eine offene Aussprache als Missverständnis aufzuklären. Dabei ist Benedikt selbst eigentlich ein überzeugter Junggeselle und erklärter Feind der Ehe. Daher schmieden seine Freunde ein Komplott, um Benedikt zu bekehren. Da ist nämlich Beatrice (Celina Kröll), Heros Kusine, die Benedikt in ihrer Liebesfeindlichkeit und in ihrer Schlagfertigkeit durchaus das Wasser reichen kann, was beide in vielen Wortgefechten schon unter Beweis gestellt haben. Don Pedro hält die attraktive Dame für die geeignete Partnerin seines Freundes – aber beide müssen das erst einmal erkennen. Dafür will der Prinz nun sorgen….

Doch bevor sich die beiden Liebespaare im Happyend endlich die Hände reichen, werden sie zunächst auf harte Proben gestellt. Auch Shakespeares leichteste Komödie beweißt, dass der Autor alles weiß über die dunklen Seiten der menschlichen Seelen, über die Abgründe und Bitterkeiten, die den Herzen keine Ruhe lassen.

In weiteren Rollen: Nicole Ungermann (Antonio, Conrad) Andrea Koch (Wache, Mönch) Eva-Maria Jung (Margarethe, Schlehwein)